CDU-Kreisverband : Siegfried Kauder aus Partei ausgetreten

Um einem Ausschluss zuvor zukommen, ist Parteirebell Siegfried Kauder aus der CDU ausgetreten. Am Sonntag hatte der 62-Jährige bei der Wahl eine herbe Niederlage erlitten.

Ihn wollen sie nicht mehr. Der Vorstand im baden-württembergischen CDU-Kreisverband Schwarzwald-Baar stimmte für einen Ausschluss von Siegfried Kauder aus der Union. Der 62-Jährige hat vor, als Unabhängiger anzutreten, weil er nicht mehr als Direktkandidat nominiert worden war. Nun steht ihm Parteiausschlussverfahren bevor. Sehen Sie in unserer Bildergalerie, wer in der Vergangenheit noch mit so einem Verfahren zu kämpfen hatte beziehungsweise diesem zuvor gekommen ist.Alle Bilder anzeigen
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09.08.2013 11:57Ihn wollen sie nicht mehr. Der Vorstand im baden-württembergischen CDU-Kreisverband Schwarzwald-Baar stimmte für einen Ausschluss...

Der Parteirebell und langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder ist aus der Partei ausgetreten und damit einem Ausschluss zuvorgekommen. Das bestätigte am Freitag sein bisheriger CDU-Kreisverband Villingen-Schwenningen. Der Bruder von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) war bei der Bundestagswahl als parteiunabhängiger Kandidat angetreten.
Sein CDU-Kreisverband hatte ihn nicht mehr zur Wahl aufgestellt, weil ihm als Kreisvorsitzendem ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen worden war. Stattdessen wurde der Donaueschinger Oberbürgermeister und Vize-Chef der Landes-CDU, Thorsten Frei (40), offizieller CDU-Kandidat. Weil Kauder bei der Bundestagswahl dann als Einzelbewerber ins Rennen ging, wollte ihn die CDU ausschließen. Kauder hatte angekündigt, sich juristisch zu wehren. Die Kauders waren in der vergangenen Legislaturperiode das einzige Geschwisterpaar im Bundestag.

Siegfried Kauder erlitt bei der Wahl herbe Niederlage

Bei der Wahl am Sonntag erlitt Kauder eine herbe Niederlage. Der 62-Jährige scheiterte im Wahlkreis Schwarzwald-Baar mit seiner Einzelkandidatur. Ihm gelang es nicht, das Direktmandat zu erringen. Kauder holte lediglich 3,0 Prozent der dafür entscheidenden Erststimmen und muss nun den Bundestag verlassen. Auf Frei entfielen 56,7 Prozent der Erststimmen. (dpa)

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