CDU-Parteitag : Huber überrascht mit Rambo-Rede

Schreckgespenst Sozialismus: Der neue CSU-Chef Huber hat auf seiner ersten große Rede scharfe Attacken gegen den Koalitionspartner SPD gefahren. Kurt Beck "paktiert auch mit der Linken", ereifert sich Huber. Noch schlechter weg kam Ex-Kanzler Schröder.

Huber
Ließ sich bei der Schwester feiern: CSU-Chef Erwin Huber. -Foto: AFP

HannoverIn seiner ersten großen Rede hat der neue CSU-Chef Erwin Huber auf dem CDU-Parteitag den Koalitionspartner von der SPD scharf angegriffen. Man dürfe der Absage der Sozialdemokraten an eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl nicht trauen, sagte Huber in Hannover. Der CSU-Chef fügte hinzu: "Die Sozialisten scheuen keinen Wortbruch, wenn es darum geht, an die Macht zu kommen."

Wer wie SPD-Chef Kurt Beck den Sozialismus ins Parteiprogramm schreibe, "der paktiert auch mit der Linken". Huber warnte: "Ein Bundeskabinett aus Beck und Nahles, Roth und Trittin, Lafontaine und Gysi darf doch Deutschland nicht regieren. Das wäre eine Katastrophe für unser Land."

Huber: Schröder machte "peinliche Menschenrechtspolitik"

Er warnte vor einer "Revitalisierung des Sozialismus". "Wir dürfen auch nicht einen Sozialismus auf Samtpfoten hereinschleichen lassen", sagte der CSU-Chef. Huber betonte mit Hinweis auf den Unions-Wahlslogan von 1976 "Freiheit statt Sozialismus", er habe keine Scheu, auch bei der Wahl 2009 vor dieser Alternative zu warnen.

Kein gutes Haar ließ Huber zudem am ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), dem er eine "peinliche Menschenrechtspolitik" vorwarf. "Uns gefällt es, wenn die Kanzlerin zu den Menschenrechten in China und zur Demokratie offene Worte findet", so Huber. Dagegen sei "peinlich", wie Schröder dort aufgetreten sei.

Huber sagte zugleich der Schwesterpartei seine "Partnerschaft" zu. Huber versicherte: "Sie können auf mich bauen". Eine starke CSU nutze der CDU und umgekehrt. "Manchmal ist es gut, eine große Schwester zu haben. Es steht aber auch der großen Schwester gut, auf die kleinere Schwester zu hören", mahnte der CSU-Chef. (jvo/dpa)

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