Politik : CDU-PDS-Bündnis gescheitert – SPD-Minister gewinnt Wahl in Cottbus

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Cottbus - Brandenburgs Infrastrukturminister Frank Szymanski (SPD) ist am Sonntag zum neuen Oberbürgermeister von Cottbus gewählt worden. Der 50-jährige setzte sich mit 61,84 Prozent der Wählerstimmen klar gegen seinen Kontrahenten Holger Kelch (CDU) durch, der auf 38,84 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,36 Prozent.

Die Wahl war notwendig geworden, weil die Cottbuser im Juli ihre bis dahin amtierende Oberbürgermeisterin Karin Rätzel (parteilos) abgewählt hatten. Ihr wurden Führungsschwäche und mangelnde Kompetenz vorgeworfen.

Der Wahlkampf in Cottbus hatte bundesweit Aufsehen erregt, da der unterlegene CDU-Kandidat Kelch von einem breiten Wahlbündnis unterstützt wurde, zu dem auch die Linkspartei/PDS gehörte. Brandenburgs CDU-Chef und Innenminister Jörg Schönbohm hatte vergeblich versucht, der Cottbuser Union das Wahlbündnis mit der Linkspartei, das er als „Tabubruch“ wertete, auszureden.

Für die brandenburgische SPD ist der Wahlsieg ihres Kandidaten Szymanski ein großer Erfolg. Ministerpräsident und SPD-Chef Matthias Platzeck, sagte in Cottbus: „Das ist ein historischer Tag. Zum ersten Mal stellt die SPD den Oberbürgermeister von Cottbus.“ das

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