Politik : CDU: Schäuble Nr.1 auf Liste im Süden

Bei regionalen Listenparteitagen von CDU, SPD und PDS für die Bundestagswahl am 22. September sind am Wochenende namhafte Bundespolitiker auf den ersten Platz gesetzt worden. Der Ex- CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble setzte sich in Baden- Württemberg klar durch, der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Rolf Schwanitz (SPD), siegte in Sachsen und die PDS-Chefin Gabi Zimmer in Thüringen.

Beim Listenparteitag in Sindelfingen wählten die Delegierten Schäuble erwartungsgemäß auf Platz eins. Er erhielt knapp 94 Prozent der Stimmen. Auf den nächsten Rängen folgten Ex-Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, die Landesvorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, und der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Volker Kauder.

Schwanitz dagegen erhielt bei der Landeswahlkonferenz der Sachsen-SPD in Dresden nur 40 von 60 möglichen Stimmen. 14 Delegierte stimmten gegen ihn, sechs enthielten sich der Stimme. Die Sachsen-SPD orientiert sich bei ihrem Ziel für die Wahl 2002 an den Ergebnissen der Bundestagswahl von 1998. Damals hatte die Partei in Sachsen knapp 30 Prozent der Stimmen erreicht und acht von 21 Wahlkreisen gewonnen.

Zimmer wurde auf der Landesvertreterversammlung in Sömmerda erwartungsgemäß auf den Spitzenplatz gewählt. Die 46-Jährige aus Suhl war einzige Kandidatin. Sie erhielt 103 von 115 Stimmen, das sind knapp 90 Prozent. Unter die ersten vier, die gute Chancen für den Einzug in den Bundestag im September haben, kamen auch der parteilose Gerhard Jüttemann (Eichsfeld), Ruth Fuchs (Gera) und der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Hiksch (Sonneberg).

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