Politik : CDU und FDP: Kein Deal in Dresden

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Dresden CDU und FDP bestreiten offizielle Abmachungen zur Bundestagsnachwahl am 2. Oktober in Dresden. „Solche Abmachungen gibt es nicht“, sagte FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz am Freitag und dementierte damit einen Bericht der „Sächsischen Zeitung“. Ähnlich äußerte sich die CDU.

Vermutungen über Absprachen waren aufgekommen, weil bei einem Erststimmensieg der Union und mindestens 55000 Zweitstimmen für die FDP in dem Wahlkreis beide Parteien einen zusätzlichen Sitz im Bundestag bekämen.

Beerfeltz sagte dazu: „Gegenseitige organisatorische Abstimmungen und Informationen zwischen Wunschkoalitionspartnern“ seien in Wahlkämpfen eine Selbstverständlichkeit. Auch Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer erklärte, es gebe keine Absprache. Die CDU in Dresden lege zwar einen Schwerpunkt auf die Erststimmen, damit ein weiterer Dresdner „nach Berlin geht“, sagte er. Die Kandidatinnen von SPD und Linkspartei, Marlies Volkmer und Katja Kipping, seien ja über die Landeslisten bereits gewählt. Die CDU wolle ihr gutes Ergebnis vom 18. September im Land verteidigen. Daher seien ihr auch die Zweitstimmen wichtig.

Die Nachwahl im Dresdner Wahlkreis 160 ist erforderlich, weil die NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz starb. Für sie wurde der frühere Republikaner-Chef Franz Schönhuber als Kandidat nachnominiert. Nach der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag war zunächst darüber spekuliert worden, ob Dresden bei dem knappen Ausgang zum Zünglein an der Waage werden könnte. Inzwischen ist klar, dass die 219000 betroffenen Dresdner das Kräfteverhältnis auf Bundesebene nicht mehr kippen können. dpa

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