• CDU will in Thüringen weiter regieren: Lieberknecht: „Ich habe einen klaren Regierungsauftrag“

CDU will in Thüringen weiter regieren : Lieberknecht: „Ich habe einen klaren Regierungsauftrag“

Das mögliche rot-rote Bündnis unter Bodo Ramelow und die starke AfD stellen CDU-Wahlsiegerin Christine Lieberknecht vor Probleme. "Die Wähler haben auf Verlässlichkeit gesetzt", sagt sie dennoch im Interview.

Eike Kellermann
Siegerin mit ungewissen Aussichten: Christine Lieberknecht muss sich mit einer starken Opposition und einem möglichen linken Bündnis herumplagen.
Siegerin mit ungewissen Aussichten: Christine Lieberknecht muss sich mit einer starken Opposition und einem möglichen linken...Foto: dpa

Frau Lieberknecht, wie nervös macht Sie die Möglichkeit eines rot-rot-grünen Bündnisses?

Ich freue mich riesig über das erreichte Ergebnis. Die CDU ist die mit Abstand stärkste Partei. Wir haben von denen bisher im Landtag vertretenen Parteien mit Abstand am meisten hinzugewonnen. Das heißt, die Menschen haben klar auf Verlässlichkeit, auf Stabilität gesetzt. Das gibt einen klaren Regierungsauftrag für die Thüringer Union und für mich als Ministerpräsidentin.  Dieser Wunsch der Menschen, die Erfolgsgeschichte Thüringens fortzuschreiben, wird sich auch in den Koalitionsgesprächen widerspiegeln.

 Auf der CDU-Wahlparty in einer Erfurter Gaststätte sprachen nicht wenige Parteimitglieder davon, dass die CDU jetzt auch mit der AfD reden müsse. Wird es demnach Koalitionsgespräche mit der AfD geben?

Die CDU hat eindeutige Beschlusslagen. Aber natürlich werden wir uns im Parlament mit der AfD auseinander setzen. Das ist doch ganz klar.

Sie haben kein Wahlergebnis eingefahren, bei dem die Bäume in den Himmel wachsen. Woran lag das?

Es ist der mit Abstand stärkste Zuwachs von den im Landtag vertretenen Parteien. Darüber freue ich mich. Und dafür danke ich den Wählerinnen und Wählern.

 Falls Rot-Rot-Grün auf eine Mehrheit kommt, hätte die CDU dann ihr Wahlziel nicht verfehlt?

Wir haben ein ganz klares Wahlziel gehabt. Das hieß: Verhinderung einer rot-roten Mehrheit. Das haben wir erreicht.

Dennoch könnten Sie noch in der Opposition landen?

Die Wähler haben ganz klar auf Verlässlichkeit gesetzt. Sie wollen, dass sich die Erfolgsgeschichte Thüringens fortsetzt.

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