Politik : Cheney warnt vor Geschäften mit dem Iran

Washington/Jerusalem - US-Vizepräsident Richard Cheney hat ausländische Firmen gewarnt, dass eine Fortsetzung von Iran-Geschäften negative Folgen für Verbindungen zu den USA haben könnte. „Wenn du Handel mit dem Iran betreibst, wirst du Probleme haben, Geschäfte in den USA zu betreiben“, sagte Cheney in einem Interview des Senders CNBC.

Die USA hatten am Donnerstag die bisher schärfsten Sanktionen gegen den Iran seit fast 30 Jahren verhängt. Sie betreffen drei der größten staatseigenen Banken sowie Teile des Militärs und zielen darauf ab, sie finanziell zu isolieren.

Mit seinen Äußerungen ging Cheney weiter als andere Regierungsbeamte am Vortag. Diese hatten vor Journalisten erklärt, Strafen gegen ausländische Unternehmen im Fall von andauernden Iran- Geschäften seien nicht geplant. Die Sanktionen sollten den Anstoß dazu geben, dass die Firmen von selbst auf weitere Geschäftsbeziehungen verzichteten.

Die israelische Außenministerin Zipi Livni rief unterdessen die internationale Gemeinschaft dazu auf, im Atomstreit mit dem Iran „drastische Sanktionen“ durchzusetzen. Es sei an der Zeit, sagte Livni, wie die Internetseite der israelischen Tageszeitung „Jediot Aharanot“ am Sonntag berichtete. „Wir haben es mit einem Land zu tun, das den Holocaust leugnet, das offen die Abschaffung eines anderen Staates (Israels) fordert. So eine Sorte von Staat kann nicht Teil der internationalen Gemeinschaft sein“, erklärte Livni kurz vor ihrer Abreise nach China. Die Außenministerin will bei der Regierung in Peking für weitere Strafmaßnahmen werben. dpa/AFP

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