Politik : China: Minister erhält Todesstrafe auf Bewährung

Peking - Der bei Chinas Machtapparat in Ungnade gefallene Ex-Bahnminister Liu Zhijun ist wegen eines Korruptionsskandals zur Todesstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht in Peking sprach Liu am Montag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauchs schuldig. Die zur Bewährung ausgesetzte Strafe dürfte – wie in China üblich – in lebenslange Haft umgewandelt werden.

Der einst als „Vater“ des chinesischen Hochgeschwindigkeitszugnetzes gefeierte Minister ist der bislang ranghöchste Beamte, der unter der neuen Staatsführung wegen Korruption verurteilt wurde. Er war 2011 entlassen worden, weil er bei der Vergabe von Aufträgen für den Ausbau des inzwischen weltgrößten Bahnnetzes für Hochgeschwindigkeitszüge Bestechungsgelder angenommen haben soll.

Präsident Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang waren im März mit dem Versprechen angetreten, die grassierende Korruption in der Volksrepublik zu bekämpfen. Gemäß chinesischem Recht kann die Todesstrafe schon bei Annahme von umgerechnet mindestens 12 700 Euro verhängt werden.AFP

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