Politik : Chirac beugt sich – nach elf Wochen Protest

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Paris - Elf Wochen nach Beginn der Proteste gegen den Abbau des Kündigungsschutzes hat der französische Präsident Jacques Chirac am Montag den Gewerkschaften auf ganzer Linie nachgegeben. „Auf Vorschlag von Premierminister Dominique de Villepin“ ordnete Chirac an, die umstrittene Bestimmung durch Regeln zur Berufsförderung benachteiligter Jugendlicher zu ersetzen. Das neue Gesetz, das Zuschüsse für die Beschäftigung von Jugendlichen ohne ausreichende Ausbildung vorsieht, soll möglichst an diesem Dienstag ins Parlament eingebracht werden, damit es vor Ostern beschlossen werden kann. Villepin bedauerte am Montag in einer Erklärung, dass sein „schnelles“ Eintreten für eine „starke Lösung“ nicht verstanden worden sei. Die Gewerkschaften feierten den Ausgang der wochenlangen Krise als einen „großen Erfolg“. Studentenvertreter sprachen von einem „historischen Sieg“. Dagegen warf die Opposition der Regierung vor, Frankreich durch interne Streitigkeiten in eine beispiellose Krise gestürzt zu haben. hab/dpa

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