Politik : Christian wurde sexuell missbraucht

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Berlin Der siebenjährige Christian Sch. ist mit unglaublicher Grausamkeit ermordet worden. Anders als bisher von der Polizei mitgeteilt, ist das Kind nicht an seinen Kopfverletzungen gestorben, sondern an inneren Verletzungen verblutet, die an Folter erinnern. Zudem ermittelt die Polizei jetzt intensiv „nach einer sexuellen Komponente“ bei dieser Tat, wie die Mordkommission am Freitag erstmals bestätigte. Das Kind war letzten Sonnabend nackt in einem Gebüsch in Zehlendorf gefunden worden. Durch einen DNA-Vergleich konnte schon zwei Tage später der mutmaßliche Täter, der 16-jährige Ken M. (Name geändert), festgenommen werden. Die Polizei hatte bislang nur von einer „DNA-Spur“ gesprochen, nach Informationen des Tagesspiegels wurde an der Leiche des Kindes ein männliches Schamhaar gefunden.

Die Kleidung bleibt weiterhin verschwunden; an der von Ken M. beschriebenen Stelle wurden das rote Hemd und die rote Hose trotz intensiver Suche nicht gefunden. Die Mordkommission vermutet, dass der Jugendliche in diesem Punkt gelogen hat, weil er sich für den sexuellen Missbrauch schämt und ihn verdrängt. Der wegen Gewalttaten polizeibekannte Jugendliche hatte nach einigem Leugnen die Tötung gestanden – bestritt aber eine Sexualtat. Die Vernehmung am Donnerstag soll extrem mühsam gewesen sein. Am Freitagmorgen um 8 Uhr wurde Ken M. zum Tatort am Lupsteiner Weg gebracht, wo das Verbrechen rekonstruiert wurde. 20 Polizisten mussten ihn vor einer Menschenmenge schützen, die ihn trotz Verkleidung erkannte und dann massiv beschimpfte. Seit Freitagvormittag wird Ken M. von einem Anwalt vertreten, der der Polizei angekündigt hat, dass es keine weiteren Aussagen geben werde. Kommende Woche wollen Polizei und Staatsanwaltschaft diese neuen Erkenntnisse in einer Pressekonferenz bekannt machen.

Am Freitag nahmen mehrere hundert Menschen bei einer Trauerfeier Abschied von dem Siebenjährigen. Ha

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