Chronik : Angriffe auf Bundeswehrsoldaten

Die Bundeswehr ist am Donnerstag in Nordafghanistan erneut Ziel eines Angriffs geworden, bei dem ein deutscher Soldat getötet und sechs weitere verletzt wurden. Seit Beginn der deutschen Beteiligung an der Nato-Truppe Isaf im Januar 2002 wurden damit am Hindukusch bei Gefechten und Anschlägen insgesamt 27 Bundeswehrsoldaten getötet.

7. Oktober 2010: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in der Provinz Baghlan in der Nähe eines Regionalen Wiederaufteams in die Luft und reißt einen Bundeswehrsoldaten mit in den Tod.

15. April 2010: Bundeswehrsoldaten werden während einer Patrouillenfahrt von Kundus nach Baghlan angegriffen. Vier deutsche Soldaten werden getötet, mehrere weitere verletzt.

2. April 2010: Während mehrstündiger Kämpfe südwestlich von Kundus im Unruhedistrikt Schahar Dara, einer Hochburg der radikalislamischen Taliban, werden drei deutsche Soldaten getötet, acht weitere verletzt.

4. Oktober 2009: Zurück in Deutschland erliegt ein Bundeswehr-Soldat den Folgen eines Selbstmordanschlags vom 6. August 2008 in Kundus.

23. Juni 2009: Im Distrikt Schahar Dara wird eine Bundeswehrpatrouille beschossen. Bei dem Gefecht sterben drei Bundeswehrsoldaten, die an einem gemeinsamen Einsatz mit afghanischen Sicherheitskräften teilgenommen hatten.

29. April 2009: Ein Bundeswehrsoldat kommt ums Leben, als nordwestlich von Kundus eine Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams in einen Hinterhalt gerät. Vier weitere deutsche Soldaten werden verletzt.

20. Oktober 2008: Die Taliban verüben außerhalb des Bundeswehrlagers in Kundus einen Selbstmordanschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille. Dabei werden zwei deutsche Soldaten und fünf afghanische Kinder getötet.

27. August 2008: Ein deutscher Soldat stirbt bei einem Anschlag südlich des Lagers von Kundus. Drei weitere Bundeswehrsoldaten werden leicht verletzt.

19. Mai 2007: Bei einem Selbstmordanschlag im Stadtzentrum von Kundus werden drei Bundeswehrsoldaten und fünf afghanische Zivilisten getötet. Fünf weitere Deutsche werden zum Teil schwer verletzt.

14. November 2005: Ein deutscher Soldat stirbt, als ein Selbstmordattentäter in Kabul seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in ein Isaf-Fahrzeug mit Bundeswehrsoldaten lenkt. Zwei weitere deutsche Soldaten und drei Zivilisten werden verletzt.

25. Juni 2005: Zwei Bundeswehrsoldaten sterben bei einer Munitionsexplosion in Rustak, auch mehrere Afghanen kommen ums Leben. Zunächst wird von einem Unfall ausgegangen, später stuft das Verteidigungsministerium in Berlin die Explosion "mit sehr großer Wahrscheinlichkeit" als Anschlag ein.

7. Juni 2003: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Bundeswehr sterben in Kabul vier deutsche Soldaten, 29 weitere werden verletzt.

29. Mai 2003: Ein Bundeswehrfahrzeug fährt südöstlich von Kabul auf eine Mine. Dabei stirbt ein Bundeswehrsoldat, ein weiterer wird verletzt. (AFP)

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