Chronik : Touristen im Visier von Attentätern

Die schwersten Anschläge in Ägypten seit 1996

Kairo - Bei einer Serie von Anschlägen im ägyptischen Badeort Dahab sind am Montagabend mindestens 23 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Immer wieder nehmen Attentäter in Ägypten Touristen ins Visier. Die Nachrichtenagentur AFP dokumentiert die schwersten Anschläge der vergangenen zehn Jahre:

1996

- 18. April: Bei einem Anschlag auf ein Hotel nahe den Pyramiden von Giseh werden 18 Griechen getötet und 14 weitere verletzt. Die radikale Untergrundorganisation Dschamaa Islamija bekennt sich zu der Tat und erklärt, der Anschlag habe eigentlich "jüdischen Touristen" gegolten.

1997

- 18. September: Neun Deutsche und ein Ägypter sterben bei einem Anschlag auf einen Touristenbus vor einem Museum in Kairo.

- 17. November: Bei einem Überfall in von Luxor werden 62 Menschen getötet, darunter 58 überwiegend aus der Schweiz und Japan stammende Touristen. Die Angreifer gehen mit Maschinengewehren und Messern auf die Urlauber los. Zu der Tat bekennt sich erneut die Dschamaa Islamija.

2004

- 7. Oktober: Bei drei Anschlägen auf ein Hotel und zwei Feriensiedlungen auf der Sinai-Halbinsel werden 34 Menschen getötet, die meisten von ihnen israelische Touristen. 105 Menschen werden verletzt.

2005

- 7. April: Zwei französische Touristen und ein US-Bürger werden getötet, als sich ein Selbstmordattentäter auf einem Touristenmarkt in der Kairoer Altstadt in die Luft sprengt.

- 23. Juli: Bei einer Anschlagserie werden in dem Badeort Scharm el Scheich rund 70 Menschen getötet.

2006

- 24. April: Bei einer Serie von Anschlägen in dem ägyptischen Badeort Dahab werden mindestens 23 Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt. (tso/AFP)

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