Chronologie : Konflikt Türkei-Irak - Vorstoß ins Nachbarland

Die Türkei ist erneut in den Nordirak eingedrungen. Die Auseinandersetzung mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK wird immer wieder mit militärischen Mitteln ausgetragen. Eine Chronologie des letzten Jahres.

Hamburg Die Rückzugsgebiete der als Terrororganisation eingestuften kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak sind für die Türkei seit Jahren ein ernstes Problem. Von dort aus stießen PKK-Kämpfer wiederholt auf türkisches Gebiet vor. Die Lage eskalierte, als Anfang April 2007 bei Gefechten zehn Soldaten und 14 Rebellen getötet wurden.

10. April 2007:
Der türkische Armeechef Yasar Büyükanit fordert einen Militäreinsatz gegen PKK-Lager im Irak. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärt am 15. April, Ankara habe Bagdad aufgefordert, gegen die PKK vorzugehen. Andernfalls habe die Türkei das "Recht auf Selbstverteidigung".

10. Juni: Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki verspricht der Türkei, die militärischen Aktivitäten der PKK im Nordirak zu unterbinden.

17. Oktober:
Das türkische Parlament erlaubt der Regierung grenzüberschreitende Militärschläge gegen die PKK. Das irakische Parlament fordert die PKK-Kämpfer zum Verlassen des Landes auf.

5. November:
US-Präsident George W. Bush sichert Erdogan im Konflikt mit der PKK größeren Zugang zu US-Geheimdienstinformationen zu. Das amerikanische Militär im Irak müsse mit den türkischen Streitkräften in ständigem Kontakt stehen, sagt Bush.

2. Dezember:
Bei schweren Kämpfen gegen etwa 60 kurdische Rebellen in der türkischen Provinz Hakkari setzt die Armee auch Panzerfahrzeuge und Hubschrauber ein.

23. Dezember:
Nach weiteren Gefechten auf türkischem Gebiet greift die türkische Luftwaffe Stellungen der PKK im Nordirak an.

11. Januar 2008:
Die türkische Armee beschießt Kurdendörfer jenseits der Grenze.

21. Februar:
Die türkische Armee greift mehrere Ziele im Nordirak an. Nach Medienberichten sind 10.000 türkische Soldaten im Einsatz. (dpa)

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