Politik : CIA: Al Qaida expandiert

Washington/Islamabad - Das Terrornetzwerk Al Qaida baut nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes CIA seine Basis in mehreren Regionen aus, um Anschläge in Afrika, Europa und auf der arabischen Halbinsel ausüben zu können. Vor allem in Nordafrika und Somalia knüpften Terroristenführer engere Kontakte zu militanten Gruppen, um ihre Handlungsfähigkeit zu vergrößern, sagte CIA-Direktor Michael Hayden in Washington. Auch in Jemen werde Al Qaida stärker. „Veteranen“ der Kämpfe im Irak und in Afghanistan seien dorthingezogen, wohl mit dem Ziel, Attacken in Saudi-Arabien vorzubereiten. Einen solchen Zustrom gebe es auch in Ländern Nordafrikas, die als Ausgangspunkt für Anschläge in Europa genutzt werden könnten.

Das größte Problem ist dem CIA-Direktor zufolge aber weiterhin die Verbreiterung der Operationsbasis der Al Qaida in den Stammesgebieten entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze. „Heute hat praktisch jede größere terroristische Bedrohung, die meine Dienste verfolgen, Verbindungen in die Stammesgebiete“, sagte Hayden. Allerdings gerate Al Qaida auch dort zunehmend unter Druck, fügte er, offenbar mit Blick auf Aktionen pakistanischer Sicherheitskräfte sowie US-Militärs, hinzu. Nach pakistanischen Angaben sind bei einem US-Raketenangriff auf Aufständische im Grenzgebiet zu Afghanistan am Freitag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ziel der Aktion im Stammesgebiet Nord-Waziristan sei ein Rebellenversteck gewesen. dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben