Politik : Clinton gewinnt – kann Obama aber nicht einholen

Washington - Hillary Clinton hat die US- Vorwahl der Demokraten auf der Karibikinsel Puerto Rico mit großer Mehrheit gewonnen. Clinton kam nach Auszählung von 99 Prozent der Wahlbezirke auf 68 Prozent der Stimmen in Puerto Rico. Auf ihren Konkurrenten Barack Obama entfielen lediglich 32 Prozent. Allerdings können die Bewohner der Insel, die mit den USA assoziiert ist, bei der Präsidentenwahl nicht abstimmen. Insgasamt liegt Obama nach nunmehr 48 Vorwahlen bei den Delegiertenstimmen für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten praktisch uneinholbar vorn. Clinton gab sich am Sonntagabend in San Juan trotzdem zuversichtlich: „Lasst uns weiterkämpfen“, rief die 60-Jährige der jubelnden Menge zu. „Obama hat einen kleinen Vorsprung bei den Delegierten“, räumte Clinton ein. Sie selbst habe aber bei den fast 50 Vorwahlen mehr Wählerstimmen erhalten. Zudem sei sie am besten in der Lage, bei den Präsidentenwahlen im November den 71-jährigen Republikaner John McCain zu schlagen. Dies müssten sich die „Superdelegierten“ klar machen, die bei der Nominierung das letzte Wort haben. US-Medien gehen fast übereinstimmend davon aus, dass Obama bis Ende dieser Woche die notwendige Anzahl der Delegierten zu seiner Nominierung hinter sich bringen kann. Die letzten beiden Vorwahlen sind am Dienstag in den Bundesstaaten South Dakota und Montana. Möglicherweise werde Clinton danach das Handtuch werfen, hieß es. Bei den Republikanern ist so gut sicher, dass McCain bei der Präsidentenwahl am 4. November kandidiert. dpa

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