Politik : Clinton und Obama streiten ums Geld

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Washington - Die Demokraten nominieren ihren Präsidentschaftskandidaten 2008 erst in anderthalb Jahren, doch der Umgangston zwischen den Konkurrenten wird bereits feindlich. Hollywood- Produzent David Geffen, ein prominenter Unterstützer des schwarzen Senators Barack Obama, warf Hillary Clinton vor, „sie lügt mit beunruhigender Leichtigkeit“, und nannte ihren Mann Bill einen „rücksichtslosen Kerl“. Das Clinton-Lager forderte, Obama solle sich von Geffen distanzieren und 1,3 Millionen Dollar Wahlkampfspenden zurückgeben, die Geffen bei einem Empfang in Hollywood für Obama gesammelt hatte.

Obama konterte, er sehe „keinen Grund, sich für die Bemerkungen eines anderen zu entschuldigen“. Sein Sprecher kommentierte süffisant, die Clintons hätten kein Problem mit Geffen gehabt, als er in den 90er Jahren „18 Millionen für sie organisierte“. Sie ließen ihn zum Dank im Lincoln-Zimmer im Weißen Haus übernachten. Hollywood ist eine wichtige Säule demokratischer Bewerber. Bei dem Empfang hatten Stars wie Steven Spielberg, Tom Hanks und Jennifer Aniston für Obama gespendet. Ihre Unterstützung gibt politischen Rückhalt.

Auch unter Republikanern wird der Ton unfreundlicher. Präsidentschaftsbewerber John McCain macht abfällige Bemerkungen über Vizepräsident Cheney und Ex-Verteidigungsminister Rumsfeld, um sich vom Misserfolg im Irak zu distanzieren. Der Wahlkampf ums Weiße Haus teilt sich in zwei Phasen. In der ersten gelten die Angriffe vor allem der Konkurrenz in der eigenen Partei, um die Nominierung zu gewinnen. Erst danach rückt der Gegenkandidat des anderen Lagers ins Visier. cvm

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