Politik : CSU geht auf Distanz zu Unions-Familienpolitik Münchner Fraktionschef Glück

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München (dpa) - Die CSU will nach einem Bericht der Tageszeitung „Münchner Merkur“ in der Familienpolitik eigene Akzente setzen, die sich vom gemeinsamen Wahlprogramm der Union deutlich unterscheiden.

Demnach ging der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Alois Glück, in einem internen Strategiepapier auf Distanz zu den Vorschlägen der Union für ein höheres Kindergeld. Glück warne davor, Familienpolitik auf höhere staatliche Leistungen zu reduzieren, schreibt das Blatt. Wenn es nicht gelinge, Familie und Kinder zu einer „nationalen Gemeinschaftsaufgabe“ zu machen, bleibe die stärkere Förderung von Familien „ein nur sehr begrenzt wirksamer Ansatz“, kritisiere Glück in dem Papier, aus dem die Zeitung zitiert. Glück, der auch Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission ist, fordere unter anderem eine „Kinderverträglichkeitsprüfung“.

Unterdessen befürwortet die Hälfte der Bundesbürger nach einer „Focus“-Umfrage Einschränkungen für kinderlose Paare beim Ehegattensplitting. Auf die Frage, ob Paare ohne Kinder künftig geringere Steuervorteile erhalten sollten als solche mit Kindern, habe jeder zweite Befragte mit Ja geantwortet, heißt es in dem Magazin.

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