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CSU-Klausur in Kreuth : Horst Seehofer erleidet Schwächeanfall – und redet im Sitzen weiter

Kurz nach seinem Eintreffen bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer einen Schwächeanfall erlitten.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im vergangenen Jahr.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im vergangenen Jahr.Foto: Sven Hoppe/dpa

CSU-Chef Horst Seehofer hat am Dienstag während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten. Der 66-Jährige sei gestützt und zu seinem Platz geführt worden, berichteten Teilnehmer. Von dort aus redete der bayerische Ministerpräsident dann im Sitzen weiter.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gab anschließend Entwarnung: „Ihm geht's gut. Er ist absolut okay.“ Scheuer sprach von einer „kleinen Schrecksekunde“: Seehofer sei von einem Infekt am Wochenende etwas geschwächt und habe länger als geplant geredet. Von dem kurzen Schwächeanfall habe sich Seehofer aber sofort wieder erholt.

Nach dem Ende von Seehofers Rede erhoben sich die Abgeordneten und applaudierten dem Parteivorsitzenden im Stehen. Die Fraktionssitzung wurde zunächst für einige Zeit unterbrochen, dann aber mit Seehofer wieder fortgesetzt. Ein eigens alarmierter Notarzt werde „standby“ in Wildbad Kreuth bleiben, sagte Scheuer.

Nach dem Ende von Seehofers Rede erhoben sich die Abgeordneten und applaudierten dem Parteivorsitzenden im Stehen. Die Fraktionssitzung wurde nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt - mit Seehofer. Ein eigens alarmierter Notarzt kam zunächst nicht zum Einsatz. Er werde aber vorläufig „standby“ da bleiben, sagte Scheuer.

Im vergangenen Sommer hatte Seehofer bei der Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen über gesundheitliche Probleme geklagt. Er verbrachte daraufhin eine Nacht zur Sicherheit in einem Krankenhaus. Den Staatsempfang in Bayreuth musste Seehofer deshalb absagen.

Im Jahr 2002 war Seehofer lebensgefährlich erkrankt: Wegen einer Herzmuskelentzündung musste er lange auf einer Intensivstation behandelt werden. Er fiel damals mehrere Monate aus. (dpa)