CSU-Parteivorsitz : Seehofer gibt nicht auf

Bundesagrarminister Horst Seehofer gibt im Kampf um den CSU-Parteivorsitz trotz schlechter Umfragewerte nicht auf.

Horst Seehofer
Horst Seehofer: Kampf um Image und ParteivorsitzFoto: ddp

Augsburg Horst Seehofer wird von seiner Kandidatur nicht zurücktreten, das sagte er im Augsburger Presseclub. "Unter taktischen Gesichtspunkten zu entscheiden, halte ich für eine Zumutung." Er sei motiviert und zuversichtlich für seine Kandidatur. Seehofer kritisierte ein "mediales Trommelfeuer der letzten 14 Tage" wegen seiner privaten Umstände.

"Ich wurde beschnüffelt, bespitzelt und verfolgt." Vergangene Woche war in Berlin seine nichteheliche Tochter zur Welt gekommen. Seehofer und der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber bewerben sich auf dem Parteitag Ende September um die Nachfolge von CSU-Chef Edmund Stoiber. Jüngste Umfragen unter CSU-Anhängern sehen Huber in Führung. Seehofer kündigte an, seine Anstrengungen zu erhöhen. "Der Abstand ist nicht so, dass man nichts bewegen könnte." Beim CSU-Parteitag im September sollten nach Seehofers Vorstellung zuerst der Parteivorsitzende und dann der Kandidat für das Ministerpräsidentenamt gewählt werden.

"Es kann doch nicht sein, dass der gewählte Ministerpräsidentenkandidat nach seiner Wahl sagt, ich bin für Erwin Huber als Parteivorsitzender, dann können die Delegierten doch nicht mehr frei entscheiden", sagte Seehofer. Der designierte Nachfolger von Stoiber im Amt des bayerischen Regierungschefs, Innenminister Günther Beckstein, bevorzugt Huber als Parteichef.  (mit dpa)

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