CSU : Seehofer will Guttenberg zurückholen

Die Christsozialen wollen auf ihren Freiherrn nicht verzichten: CSU-Chef Seehofer möchte, dass Karl-Theodor zu Guttenberg wieder politisch aktiv wird - und zwar mit einer "maßgeblichen" Aufgabe. Für das Comeback gibt es nun offenbar einen Zeitplan.

Karl-Theodor zu Guttenberg könnte nach der Wahl 2013 wieder ins politische Geschäft einsteigen.
Karl-Theodor zu Guttenberg könnte nach der Wahl 2013 wieder ins politische Geschäft einsteigen.Foto: dapd

CSU-Chef Horst Seehofer will den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach den Wahlen 2013 in die Politik zurückholen. „Nach der Wahl werde ich mich darum bemühen“, sagte Seehofer am Samstag am Rande des CSU-Parteitags in München. „Aber jetzt machen wir erstmal die Wahl.“ Der über die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit gestürzte Guttenberg soll nach Seehofers Vorstellung auch nicht ganz von vorn beginnen müssen. Der frühere Minister solle eine „maßgebliche“ Aufgabe übernehmen, sagte Seehofer. Darüber berichtete zuerst das Bayerische Fernsehen.

Der CSU-Chef hatte schon mehrfach gesagt, dass er Guttenberg gerne zurückholen würde, aber bislang noch keinen Termin genannt. Sollte Guttenberg tatsächlich zurückkehren wollen, hätte er allerdings kein Abgeordnetenmandat, weil er bei der Bundestagswahl 2013 nicht kandidiert. Offen blieb daher, was Seehofer sich unter einer maßgeblichen Rolle vorstellt. (dpa)

Die Plagiatsaffäre - Guttenberg bis zum Schluss
1. März 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg bei seinem Abgang aus dem Amt des Bundesverteidigungsministers. Die Universität Bayreuth wirft ihm Anfang Mai "vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten" vor. Er habe "die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht."Weitere Bilder anzeigen
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06.05.2011 14:321. März 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg bei seinem Abgang aus dem Amt des Bundesverteidigungsministers. Die Universität Bayreuth...

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