CSU-Streit : Pauli will in Kreuth mit Stoiber diskutieren

Die CSU-Rebellin Pauli will die traditionelle Klausurtagung in Wildbad Kreuth Anfang Januar für eine weitere Diskussion mit Parteichef Stoiber nutzen. In ihrer Partei stößt sie damit auf wenig Gegenliebe.

München - Die CSU-Landrätin Gabriele Pauli hat angekündigt, sie sei bei der traditionellen Klausurtagung der CSU-Landesgruppe Anfang Januar in Wilbad Kreuth offen für eine Debatte mit Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. "Ich habe kein Problem damit, nach Kreuth zu fahren und mich der Diskussion zu stellen. Ich habe keine Angst vor einer Aussprache mit Edmund Stoiber", sagte Pauli der "Bild"-Zeitung. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU im Bundestag, Hartmut Koschyk, lehnte diese Idee ab. Er sagte der Zeitung, Kreuth sei für diese Diskussion der falsche Ort. "Wir beschäftigen uns nicht mit dem Innenleben der CSU, sondern mit deren bundespolitischem und europapolitischem Anspruch", sagte Koschyk.

In den vergangenen Tagen hatte es einen heftigen Schlagabtausch zwischen Stoiber und der Fürther Landrätin Pauli gegeben. Stoibers Büroleiter in der Staatskanzlei, Michael Höhenberger, war Ende vergangener Woche wegen des Vorwurfs zurückgetreten, er habe Paulis Privatleben ausspionieren wollen, um dunkle Punkte aufzuspüren und die Kritikerin so mundtot zu machen. Pauli hatte zudem eine Diskussion über die Urwahl des CSU-Spitzenkandidaten angestoßen. Dieser Vorschlag stößt allerdings in der CSU-Parteispitze auf Ablehnung.

Unterdessen sieht sich Pauli selbst einer Debatte über ein Parteiausschlussverfahren gegenüber. Für ein solches Verfahren plädierte etwa der CSU-Landtagsabgeordnete Berthold Rüth. Bayerns Umweltminister Schnappauf lehnte sein Ansinnen jedoch ab. "Es wäre falsch, ihr die Tür zu weisen", erklärte Schnappauf. (tso/AFP)

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