CSU-Vorsitzender : Horst Seehofer lobt Donald Trump

Dem bayerischen Ministerpräsidenten gefällt an Trump, dass er Menschen "direkt anspricht und ihre Lebensrealität berücksichtigt". In Bayern sei der designierte US-Präsident jederzeit willkommen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump gelobt. „Mir gefällt, dass er die Menschen direkt anspricht und ihre Lebensrealität berücksichtigt. Nicht abstrakt, nicht verschwurbelt, sondern mit konkreten Antworten. Das finde ich gut“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

„Die Menschen haben die ausdruckslose Lyrik satt, die in Deutschland verwendet wird, nur damit man keine hohen Wellen schlägt“, sagte Seehofer weiter. „Die Leute wollen heraus aus dem Ungefähren ins Konkrete.“

Zugleich forderte er, den frei gewählten US-Präsidenten „nicht in Bausch und Bogen“ zu verurteilen, bevor er sein Amt überhaupt angetreten habe. „Wir sollten ihm eine Chance geben. Die praktische Politik ist der Maßstab der Bewertung.“

Einladung nach München

Am vergangenen Donnerstag hat Seehofer den designierten US-Präsidenten zu einem Besuch nach München eingeladen. Der CSU-Chef hatte nach Angaben aus Regierungskreisen dem künftigen Staatsoberhaupt bereits kurz nach dessen Wahlsieg schriftlich gratuliert und betont, er sei „jederzeit im Freistaat Bayern willkommen“. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Als möglichen Besuchstermin habe Seehofer die Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2017 genannt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern aus Deutschland und Europa hatte Seehofer schon unmittelbar nach der Wahl vor überzogener Kritik am künftigen Politikstil von Trump gewarnt: „Mein Plädoyer ist: Warten wir doch die praktischen Handlungen ab.“

Politiker und Medien sollten sich vor vorschnellen Einschätzungen über Trumps politische Schwerpunkte hüten. Erst nach gemeinsamen Gesprächen seien Aussagen über eine gemeinsame Politik zwischen Deutschland, Europa und den USA möglich. (dpa)

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