Cyberkriminalität : EU-Kommission legt Plan für besseren Schutz vor Cyberangriffen vor

Die EU will sich zukünftig besser vor Angriffen aus dem Netz schützen. Richtlinien sollen dabei helfen. Ebenso wie wichtige Infrastruktur- und IT-Unternehmen, die Vorfälle verstärkt melden sollen.

Zum besseren Schutz vor Angriffen und Störungen im Internet hat die EU-Kommission eine Strategie für Cybersicherheit und eine Richtlinie
zur Netz- und Informationssicherheit vorgelegt. Ziel sei es, die europäischen Werte der Freiheit und Demokratie zu fördern und dafür zu sorgen, dass die
digitale Wirtschaft auf sicherer Grundlage weiter wachsen könne, erklärte die Kommission am Donnerstag in Brüssel.

Die Richtlinie sieht vor, dass wichtige Unternehmen aus den Bereichen Verkehr, Gesundheit und Energie, Plattformen für elektronischen
Geschäftsverkehr, soziale Netzwerke und Suchmaschinen künftig „große Sicherheitsvorfälle in ihren Kerndiensten“ melden müssen. Ferner sollen alle
EU-Mitgliedstaaten eine nationale Behörde benennen, die für Netz- und Informationssicherheit zuständig ist. EU-weit soll ein Frühwarnsystem entstehen,
um bei Sicherheitsrisiken und -vorfällen koordiniert reagieren zu können.

Mit der Cybersicherheitsstrategie, die die Kommission gemeinsam mit der EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragten Catherine Ashton vorlegte, soll die
Europäische Union besser vor Cyberangriffen und Cyberkriminalität geschützt werden. Dazu gehöre auch „die Entwicklung einer Cyberverteidigungspolitik
und von Cyberverteidigungskapazitäten“, erklärte die Kommission.

„Ein sicheres Internet schützt unsere Freiheiten und Rechte und unsere Wirtschaftstätigkeit“, erklärte die für digitale Angelegenheiten zuständige
EU-Kommissarin Neelie Kroes. „Je mehr Menschen vom Internet abhängen, umso mehr verlassen sie sich darauf, dass es auch sicher ist.“ Ashton betonte,
„online“ müssten dieselben Normen, Grundsätze und Werte gelten, für die die EU sich auch „offline“ einsetze. (AFP)

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