DABEI SEIN WAR ALLES : Im Rollstuhl, im Sportstadion, im Goya

Im Goya-Club am Berliner Nollendorfplatz fand mit mehr als 1000 Gästen eine der größten Inaugurationsfeiern außerhalb der USA statt. Michael Kelley, in Berlin lebender Amerikaner, sagt: „Ich bin überglücklich, dass Obama die Wahl gewonnen hat und hoffe, dass er unser Land nach innen und nach außen wieder versöhnt.“ Als Obama um 18 Uhr vereidigt wird, stehen vielen im Saal Tränen der Freude in den Augen. „Ich habe schon in der Wahlnacht vor Freude geweint“, sagt Jason Pickens, der in Berlin als Kind deutsch-amerikanischer Eltern zur Welt kam, in den USA aufwuchs und jetzt wieder in Berlin lebt. „Ich hoffe, Obama wird mein Land wirtschaftlich und außenpolitisch wieder aufrichten.“ Neben Anhängern des neuen Präsidenten trifft man auch einzelne Skeptiker: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir heute die Amtseinführung von John McCain feiern“, sagt Jan Burdinski, Pogrammdirektor der Republicans Abroad, der Auslandsorganisation der US-Republikaner. Trotzdem zeigt der Berliner Amerika-Fan sich als guter Verlierer: „Soweit man das bisher sagen kann, scheint Obama ein vernünftiger, moderater Präsident zu werden.“

Auf den zehn in Washington geplanten Bällen zur Amtseinführung von Barack Obama tummelte sich am Dienstagabend nicht nur die High Society. Eine private Stiftung zahlte rund 1,2 Millionen Euro, damit auch arme Amerikaner den neuen Präsidenten gebührend feiern konnten. Die Auserwählten erhielten Abendgarderobe, Kost und Logis in der Hauptstadt und einen Ehrenplatz auf einem überdachten und beheizten Balkon mit Blick auf die Parade.Tsp

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben