Politik : Dalai Lama bittet Indien um Asyl für den 14-Jährigen - Gespräche mit der Regierung

Der Dalai Lama hat sich in Gesprächen mit der indischen Regierung dafür eingesetzt, dass dem aus Tibet geflohenen 17. Karmapa Asyl gewährt wird. Dies berichtete am Montag die Zeitung "The Asaian Age". Vertreter des Innen- und des Außenministeriums seien am Wochenende mit dem Dalai Lama am Sitz seiner Exilregierung in Dharmsala zusammengekommen, hieß es. "Indien ist ein großes Land und hat uns und anderen Zuflucht gewährt", sagte der für religiöse Angelegenheiten zuständigte Minister in der Regierung des Dalai Lama am Sonntag.

Der Karmapa, ein geistlicher buddhistischer Führer wie der Dalai Lama, war zusammen mit fünf Anhängern aus China geflohen und am Mittwoch in Indien eingetroffen. Er soll Dharmsala am Sonntag wieder mit unbekanntem Ziel verlassen haben. Aus Polizeikreisen verlautete, der 14-Jährige habe ein Kloster in der Nähe der Stadt aufgesucht, anderen Quellen zufolge ist er aber in der offiziellen Residenz des Dalai Lamas. Für China ist seine Flucht die deutlichste Niederlage in der Tibetpolitik seit der Flucht des Dalai Lamas nach dem gescheiterten Aufstand von 1959.

0 Kommentare

Neuester Kommentar