Politik : Darfur: Briten laden zu neuen Gesprächen

London - Der britische Premierminister Gordon Brown hat der sudanesischen Regierung und den Rebellen in der Darfur-Region die Ausrichtung von Friedensgesprächen in London angeboten. Treffen der Konfliktgegner könnten „so bald wie möglich“ in der britischen Hauptstadt beginnen, erklärte ein Sprecher Browns am Sonntag. Das Angebot sei der Regierung in Khartum sowie den Rebellengruppen durch britische Regierungsvertreter überbracht worden. Es müssten ein zuverlässiger Waffenstillstand und eine dauerhafte politische Lösung erreicht werden. Dringend sei auch eine schnellere Stationierung der beschlossenen Darfur-Friedenstruppe der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union erforderlich.

Die Bekanntgabe der Offerte Browns erfolgte mit Blick auf den Internationalen Aktionstag für Darfur. Dazu haben für diesen Sonntag die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International sowie die Save Darfur Coalition aufgerufen.

Nach Angaben der Veranstalter sind aus Anlass des fünften Jahrestages des Ausbruchs des Darfur-Konflikts Kundgebungen in rund 30 Ländern geplant.

Prominente Schauspieler und Autoren – unter ihnen US-Schauspieler George Clooney und „Harry Potter“-Autorin Joanne K. Rowling – riefen die Weltöffentlichkeit zu Aktionen gegen die Krise in Darfur und das Leiden von Millionen Menschen in der Region auf. Im Mittelpunkt steht die Notlage der zwei Millionen Kinder in Darfur. Mehr als 200 000 Menschen sind nach Schätzungen internationaler Hilfsorganisationen seit 2003 durch Angriffe von Milizen und Regierungstruppen gegen die schwarze Bevölkerungsmehrheit und Rebellen in Darfur umgekommen. Viele Mädchen und Jungen hätten keinen Zugang zu Schulen, rund 7000 von ihnen müssten sich als Kindersoldaten verdingen. dpa

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