Politik : Das Leiden der Genossen an Bodo Hombach ist unübersehbar (Kommentar)

eid

Die Wahrheit braucht Zeit. Manchmal viel Zeit. Im Falle des Häuslebauers Bodo Hombach zu viel Zeit. Die schleppende (Auf)Klärung der unstabilen Häuser- und Immobilienangelegenheiten fordert jetzt folgerichtig einen, wenn auch nur einen ersten, Tribut. Seine Parteiämter hat der frühere NRW-Landesgeschäftsführer der SPD niedergelegt. Niederlegen müssen. Bodo Hombach, Ex-Kanzleramtsminister, und des Kanzlers "bester Mann" (Schröder), ist zu einer latenten Belastung für die SPD, zu einer akuten für die Genossen an Rhein und Ruhr geworden. Das Leiden der NRWler an der Unordnung in Hombachs Geschäften ist unübersehbar. Der Anfang vom Ende? Hohe Parteigenossen kündigen Prüfungen seiner Erzählungen an, und in Brüssel werden dem EU-Koordinator für den Balkan-Stabilitätspakt bald aufdringliche Fragen gestellt. Bei einem modernen Politiker, dessen Karriere ihren außerordentlichen Aufwind aus der porösen Abgrenzung zwischen Wirtschaft und Politik entwickelt, ergeben sich immer hübsche Ansatzpunkte. Doch schlimmer als für Hombach selbst ist die Affäre für die angezählten Wahlkampf-Genossen. Deshalb musste er sich jetzt aus NRW davonmachen. Nachdem er bereits aus dem Kanzleramt hat weichen müssen. Und wie lange braucht die Wahrheit, bis der Mann, der bereits jetzt schon aus der Balance geworfen ist, nicht länger den Balkan stabilisieren muss?

0 Kommentare

Neuester Kommentar