Datenschutz : Muslime befürchten Kriminalisierung von Ausländern

Die Muslime in Deutschland sehen sich angesichts der angeblichen Pläne des Innenministeriums, Fingerabdrücke von allen Ausländern zu sammeln, stigmatisiert.

BerlinDer Zentralrat der Muslime in Deutschland hat Pläne kritisiert, die Fingerabdrücke von in Deutschland lebenden Ausländern zu speichern. Generalsekretär Aiman Mazyek warnte vor einer Kriminalisierung der Ausländer. "Durch diese Vorhaben wird wieder Vorurteilen Vorschub geleistet, dass Ausländer potenziell kriminell und damit verdächtig sind", sagte er der in Erfurt erscheinenden "Thüringer Allgemeinen". "Heute sind es die Ausländer und morgen haben wir ein Bundeszentralregister, wo Fingerabdrücke von jedem Deutschen aufgenommen werden."

Schäuble hatte am Sonntag Berichte zurückgewiesen, er wolle Fingerabdrücke aller in Deutschland lebenden Ausländer speichern. Bei der Änderung des Gesetzes über das Ausländerzentralregister gehe es nur um die Speicherung der vorhandenen biometrischen Daten der Ausländer.

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