Politik : DDR-Landbesitzer fordern Entschädigung

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(dpa). Der Europäische Gerichtshof in Straßburg hat am Donnerstag über eine Klage gegen Deutschland wegen angeblicher Landenteignungen nach der Wiedervereinigung verhandelt. Fünf ehemalige DDRBürger werfen der Bundesrepublik vor, sie habe ihnen entschädigungslos Land abgenommen. Für die Bundesregierung wies Ministerialdirektor Hubert Weis dies zurück und sagte: „Die Beschwerdeführer hatten zu keinem Zeitpunkt einen legitimen Anspruch auf das Grundeigentum.“ Mit einem Urteil des Gerichts wird erst in einigen Monaten gerechnet. Bei dem Verfahren geht es um Agrarflächen, die in den sowjetisch besetzten Gebieten nach 1945 enteignet und den Vorfahren der Kläger übertragen worden waren. Anfang der 90er Jahre gingen die bis zu zehn Hektar großen Grundstücke dann in den Besitz der neuen Länder über. Nur Angehörige, die selbst in der Land-, Forst- oder Nahrungsmittelwirtschaft tätig waren, durften ihr geerbtes Land behalten.

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