DDR-Schießbefehl : Berliner Staatsanwaltschaft prüft weitere juristische Schritte

Der Befehl der DDR-Führung, auf Flüchtlinge bedingungslos zu schießen, sorgt auch für strafrechtlichen Wirbel. Nun wird geprüft, welche Staatsanwaltschaft zuständig ist und was in dieser Richtung unternommen werden kann.

BerlinDie Berliner Staatsanwaltschaft will nach den Worten ihres Sprechers Michael Grunwald von Amts wegen prüfen, ob sie nach Auffinden des Schießbefehls in der Magdeburger Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde weitere juristische Schritte unternehmen wird. Dazu sei zunächst "schlicht zu untersuchen, wo kam das Dokument her, wo ging es hin", sagte Grunwald dem Tagesspiegel. Dabei erhoffe sie sich auch Aufschlüsse darüber, welche Staatsanwaltschaft überhaupt zuständig sei: die Berliner, wenn es sich um eine Art "Formschreiben" der Berliner Stasi-Zentrale gehandelt habe, oder die Magdeburger, wenn es ein internes Dokument der dortigen Grenzeinheit gewesen sei. (Tsp)

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