DDR-Schießbefehl : Brie und Ernst widersprechen Bisky

Nach Ansicht der Linken-Politiker André Brie und Klaus Ernst hat es "faktisch" einen Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze zu DDR-Zeiten gegeben. "Entscheiden ist, dass Menschen ermordet wurden", so Ernst.

Frankfurt/MainLinke-Chef Lothar Bisky erntet für seine Äußerungen zum Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze Widerspruch aus der eigenen Partei. "Faktisch gab es diesen Schießbefehl", sagte der Europaabgeordnete André Brie (Linke) der "Frankfurter Rundschau" und fügte hinzu: "Das ist meiner Meinung nach unbestreitbar - auch ohne Dokument." Biskys Stellvertreter Klaus Ernst sagte: "Entscheidend ist, dass an der Grenze geschossen wurde und Menschen ermordet wurden." Es sei "unerheblich", ob dafür ein allgemeiner schriftlicher Befehl existierte.

Bisky hatte den Schusswaffengebrauch von DDR-Grenzern als "schlimmste Seite der DDR" bezeichnet; die Existenz eines von oben verordneten Schießbefehls jedoch infrage gestellt. (mit ddp)

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