Politik : Debatte um Arbeitslose: "Kein Recht auf Faulheit"

Nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gibt es "kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft". Mit dieser Äußerung in einem "Bild"-Interview sorgte er am Freitag für Wirbel. Arbeitsfähige, die eine zumutbare Arbeit nicht annähmen, hätten nicht die gleichen Rechte wie jemand, der arbeite, so der Kanzler. CDU und FDP begrüßten diese Worte. Scharfe Kritik kam aus der eigenen Partei, PDS und Gewerkschaften.

CDU-Chefin Angela Merkel bezeichnete Schröders Äußerungen als späte Einsicht. "Noch vor zwei Jahren hat die SPD solche Äußerungen als turbokapitalistisches Teufelszeug beschimpft", sagte der designierte FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle.

Die stellvertretende Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe Arbeits- und Sozialordnung, Andrea Nahles, sagte, Schröder solle die Arbeitslosen nicht diskreditieren. Nötig sei es, die Arbeitsmarktpolitik auszubauen und Stellen zu schaffen, "und nicht, die Betroffenen an den Pranger zu stellen".

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