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Debatte um Waffenrecht : US-Waffenlobby verlangt Abschiebung von britischem CNN-Moderator

Tausende US-Waffenrechtsanwälte haben eine Petition ans Weiße Haus gestartet: Sie wollen erwirken, dass der britische Fernsehmoderator Piers Morgan aus den USA abgeschoben wird. Sein Vergehen: Morgan hatte den Waffenlobbyisten Larry Pratt als "unvorstellbar dummen Mann" bezeichnet.

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Piers Morgan hat den Zorn der US-Waffenlobby auf sich gezogen.
Piers Morgan hat den Zorn der US-Waffenlobby auf sich gezogen.Foto: AFP

Nach einer hitzigen Debatte über die Bluttat von Newtown im US-Fernsehen haben tausende Waffenrechtsanwälte eine Petition an das Weiße Haus gerichtet, die eine Abschiebung des britischen CNN-Moderators Piers Morgan verlangt. Bis zum späten Sonntagabend erhielt die Forderung etwa 28.500 Unterstützer. Damit sich die Regierung damit befasst, sind 25.000 nötig.

In einem Interview hatte Morgan am Dienstag den US-Waffenlobbyisten Larry Pratt einen „unvorstellbar dummen Mann“ genannt, als dieser als Reaktion auf die Ereignisse von Newtown mehr statt weniger Waffen forderte. „Sie haben überhaupt kein schlüssiges Argument, Sie scheren sich einen Dreck um die Zahl der Waffenmorde in Amerika“, sagte er zudem.

Die Unterzeichner der Petition sehen darin eine Verletzung des zweiten Zusatzartikels der US-Verfassung. Dieser sichert nach Ansicht von Befürwortern des freien Tragens von Waffen den US-Bürgern dieses Recht zu, was von Gegnern angezweifelt wird. Morgan ist der Ansicht, dass die USA bestimmte Hochleistungswaffen wie halbautomatische Gewehre verbieten könnten.

Massaker an Grundschule - Amerika unter Schock
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18.12.2012 11:1417.12. Am Montag werden die ersten Opfer des Amoklaufs zu Grabe getragen - zwei sechsjährige Jungen.

Bei der Bluttat in der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown hatte ein 20-Jähriger am Freitag vor einer Woche 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen. Zuvor hatte der Attentäter zu Hause auch seine Mutter getötet. Nach der Bluttat erschoss er sich selbst. Seither tobt in den USA wieder eine Debatte über den privaten Waffenbesitz.

Die Waffenlobby geht unterdessen weiter auf Konfrontationskurs zu Präsident Barack Obama, der die Waffengesetze verschärfen will. Man werde jede Einschränkung des Rechts auf das Tragen einer Waffe bekämpfen, machten die Führer der einflussreichen National Rifle Assosiation in TV-Interviews deutlich. Nicht die Waffen seien das Problem, sondern die Schützen, argumentierte NRA-Präsident David Keene im Sender CBS. (AFP/dpa)

Sehen Sie hier eine Aufzeichnung des Streitgesprächs zwischen Piers Morgan und Larry Pratt

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