Delmenhorst : Keine finanzielle Beteiligung an Hotelkauf

Die Stadt Delmenhorst kann bei einem Kauf des von Rechtsextremen umworbenen Hotels am Stadtpark nicht auf finanzielle Unterstützung der Landesregierung rechnen.

Hamburg/Delmenhorst - Das Land dürfe sich nicht erpressbar machen, deshalb werde es "keine Gelder direkt hierfür zur Verfügung stellen", sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) dem Radiosender NDR Info in Hamburg.

Gleichwohl gebe es andere Möglichkeiten, den Hotelverkauf an den rechtsextremen Kaufinteressenten Jürgen Rieger zu verhindern, dies habe man zuletzt in Dörverden bewiesen. In dem Ort war es 2004 in einer konzertierten Aktion von Bevölkerung und Politik gelungen, Rieger von der Einrichtung eines Schulungszentrums im ehemaligen Bundeswehrobjekt Heisenhof abzubringen.

Rieger bietet für die Immobilie in Delmenhorst 3,4 Millionen Euro, obwohl sie weit weniger wert sein soll. Die Stadt will das Hotel mit Hilfe von Spenden selbst kaufen.

Unterdessen verhandelt der Hoteleigentümer Günter Mergel offenbar auch mit anderen Interessenten über den Verkauf seiner Immobilie. Am Donnerstag habe ein Hotelier angerufen, am Freitag treffe er sich mit Vertretern eines Fonds, sagte der 64-Jährige der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". (tso/ddp)

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