Politik : Demo gegen Rechts: Hunderttausende gegen rechte Gewalt auf der Straße

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Zehntausende Menschen in ganz Deutschland haben am Donnerstag gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt demonstriert. In vielen Städten gedachten die Demonstranten gleichzeitig der Reichspogromnacht von 1938, die den späteren Holocaust einleitete. Allein in Bremerhaven beteiligten sich mehr als 20 000 Bürger an einer Menschenkette; an einem Schweigemarsch in Düsseldorf nahmen 1500 Personen teil. Bei einer Gedenkveranstaltung in Münster sprach der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. In Berlin wurden zu der von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragenen Veranstaltung am späten Nachmittag bis zu 100 000 Menschen erwartet.-Berlin (Ha). Weit mehr als 200 000 Menschen demonstrierten in Berlin am 62. Jahrestag der Pogromnacht gegen rechte Gewalt und Fremdenhass. Der Zug unter dem Motto "Wir stehen auf für Menschlichkeit und Toleranz" führte von der Synagoge an der Oranienburger Straße zum Brandenburger Tor. Unter den Demonstranten waren Bundespräsident Rau, Bundeskanzler Schröder, Außenminister Fischer und Bundestagspräsident Thierse, Vertreter der Kirchen und Repräsentanten jüdischen Lebens in Deutschland. Die Teilnehmer zogen von der Synagoge in der Oranienburger Straße zum Brandenburger Tor. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, zeigte sich erfreut über die vielen Teilnehmer. Bei der Abschlusskundgebung rief er der Menge zu: "Ich finde es toll, dass Sie in so großer Zahl hier erschienen sind."

Die Demonstration verlief nahezu ohne Zwischenfälle. Die 1200 Polizisten nahmen nur vier Personen aus der Antifa-Szene fest, die die Rede Raus stören wollten. Auch in anderen Städten gedachten Zehntausende der Pogromnacht von 1938. Allein in Bremerhaven beteiligten sich mehr als 20 000 Bürger an einer Menschenkette.

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