• Demonstrationen gegen Präsident Maduro: Gewerkschaft beklagt Angriffe auf Journalisten bei Protesten in Venezuela

Demonstrationen gegen Präsident Maduro : Gewerkschaft beklagt Angriffe auf Journalisten bei Protesten in Venezuela

Insgesamt seien seit Beginn der Protestwelle 254 Journalisten während der Demonstrationen angegriffen worden. 65 Menschen wurden bereits getötet.

Straßenschlachten zwischen Oppositionellen und Polizisten in Caracas.
Straßenschlachten zwischen Oppositionellen und Polizisten in Caracas.Foto: AFP/Luis Robayo

Bei Protesten gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sind nach Angaben der Journalistengewerkschaft mehrere Pressevertreter durch Soldaten attackiert worden. 14 Journalisten seien am Montag in Caracas und Mérida angegriffen worden, teilte die Gewerkschaft SNTP mit. "Außer in zwei Fällen ging die Gewalt von staatlichen Sicherheitsorganen, insbesondere von der Nationalgarde, aus", sagte Gewerkschaftschef Marco Ruíz.

Die Medienvertreter seien außerdem ausgeraubt worden, ihnen seien Mobiltelefone, Gasmasken und andere Teile ihrer Ausrüstung gestohlen worden.

Insgesamt seien seit Beginn der Protestwelle 254 Journalisten während der Demonstrationen angegriffen worden. Ruíz verlangte Ermittlungen gegen die verantwortlichen Sicherheitskräfte.

Demonstranten wollten Autobahn in Caracas blockieren

Auch die Opposition erhob Vorwürfe gegen das Militär. Journalisten und Demonstranten seien attackiert und ausgeraubt worden, sagte der Abgeordnete Juan Andrés Mejía. Die Demonstranten hatten am Montag versucht, eine Autobahn in Caracas zu blockieren. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Kundgebung aufzulösen.

Die Opposition mobilisiert seit gut zwei Monaten ihre Anhänger, um den sozialistischen Staatschef aus dem Amt zu drängen. Fast täglich liefern sich Demonstranten und Sicherheitskräfte Straßenschlachten. 65 Menschen wurden bereits getötet.

Die Regierungsgegner kämpfen für eine Amtsenthebung Maduros. Sie machen ihn unter anderem für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat. (AFP)

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