Politik : Der asiatische Staat wurde von der Konferenz in Durban ausgeschlossen

Zu Beginn des Commonwealth-Gipfeltreffens in Südafrika hat Präsident Thabo Mbeki die Mitglieder des Staatenbundes zum Kampf gegen Armut und Rassismus sowie zur Stärkung der Demokratie aufgerufen. Königin Elizabeth II. eröffnete den viertägigen Gipfel in Durban mit einem Bekenntnis zur "außerordentlichen Vielfalt" des Commonwealth. Diese Vielfalt sei das Bindeglied zwischen den 54 Mitgliedstaaten und die Quelle von Reichtum und Erfolg des Bündnisses, sagte die Königin.

Überschattet wird das Treffen vom jüngsten Militärputsch in Pakistan. Der asiatische Staat wurde deshalb im Oktober von der Teilnahme an der Konferenz ausgeschlossen. Der zuständige Ausschuss empfahl, diesen Beschluss aufrecht zu erhalten, wie aus Konferenzkreisen verlautete. Demokratie müsse im Zentrum der Commonwealth-Politik bleiben, betonte Mbeki unter Hinweis auf Pakistan. Gleichzeitig hieß er das demokratische Nigeria wieder im Kreise der Staatengemeinschaft willkommen.

Auf der Tagesordnung des Gipfels stehen neben der Förderung demokratischer Prinzipien Handels-, Wirtschafts- und Gesundheitsfragen. Die Kongo-Krise mit den beteiligten Commonwealth-Staaten Uganda, Namibia und Simbabwe soll ebenfalls erörtert werden.

Der Commonwealth feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen in seiner jetzigen Form. Die aus dem britischen Kolonialreich hervorgegangene Staatengemeinschaft versteht sich als demokratiefördernde Kraft.

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