Politik : Der Fall Leuna: Kohls Erinnerung

Altkanzler Helmut Kohl (CDU) hat Schmiergeldvorwürfe im Zusammenhang mit der Privatisierung der Raffinerie Leuna scharf zurückgewiesen. Im Folgenden werden Auszüge aus der Erklärung von Kohls Sprecher dokumentiert:

"Derartige frei erfundene und jeder Grundlage entbehrende Behauptungen wurden bereits im Januar und Juli 2000 auf Grund von Spekulationen des ehemaligen Elf Aquitaine-Managers Andre Tarallo aufgestellt. Sie bleiben falsch und unwahr, auch wenn sie wiederholt werden. Herr Kohl hat weder als Bundeskanzler noch als CDU-Vorsitzender in Verbindung mit dem Engagement von Elf Aquitaine bei Leuna Geld erhalten oder Kenntnis von derartigen angeblichen Zahlungen gehabt.

Die Frage, ob der Bundeskanzler sich am Ende des Jahres 1992 mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Elf Aquitaine, Herrn Loik Le Floch-Prigent, getroffen hat, stellt keinen Hinweis auf in der Berliner Zeitung suggerierte kriminelle Absprachen dar. Nach der Erinnerung von Dr. Kohl hat ein solches Treffen auch nicht stattgefunden. Eine realistische Alternative zum damals eingeschlagenen Kurs gab es nicht, es sei denn, man wollte die ganze Region der industriellen Verödung preisgeben."

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