Politik : Der höchste zivile Posten im westlichen Bündnis hat eher die Funktion eines Moderators

Das Amt des Nato-Generalsekretärs ist der höchste zivile Posten im westlichen Bündnis. Der Generalsekretär selbst hat jedoch keine Stimme. Er ist eher ein Moderator, der die oft schwierigen Diskussionen zwischen den neuerdings 19 Mitgliedsstaaten lenken muss. Das Amt wurde erst 1952 geschaffen. Der Nato-Vertrag selbst enthält keine Bestimmungen über den Generalsekretär, dessen Wahl oder Amtszeit. In der Praxis wird der Sekretär einstimmig berufen und seine Macht hängt weitgehend vom Gewicht seiner Persönlichkeit ab. Der Generalsekretär führt den Vorsitz im Nato-Rat und in den Sitzungen der Verteidigungsminister des Bündnisses. Ferner ist er Chef der verschiedenen Entscheidungsgremien des Bündnisses, etwa des Internationalen Stabs, in dem Experten Hintergründe, Konzeptionen und Analysen erstellen. Der derzeitige Amtsinhaber, der Spanier Javier Solana, ist seit 1995 im Amt. Er erteilte Ende März den ersten Angriffsbefehl in der Geschichte des Atlantischen Bündnisses. Nach Ende seiner Amtszeit Ende 1999 ist er als Koordinator der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU vorgesehen ("Mister Gasp").

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