Politik : "Der Kandidat muss volle Unterstützung haben"

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel will gemeinsam mit ihrem CSU-Kollegen Edmund Stoiber nach der Nominierung eines Kanzlerkandidaten dafür sorgen, dass beide Parteien diesen auch geschlossen unterstützen. "Das muss mit aller Macht eingefordert werden. Denn unser Wahlkampf wird nur funktionieren und erfolgreich sein, wenn wir ihn gemeinsam führen", sagte Merkel in Berlin. Sie betonte, dass die programmatische Übereinstimmung von CDU und CSU schon heute größer sei denn je. Das reiche von der Wirtschaftspolitik bis hin zur Zuwanderung.

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Nach Ansicht von CDU-Vize Christian Wulff besteht kein Zweifel, dass sowohl Merkel als auch Stoiber die volle Unterstützung von CDU und CSU haben. "Wir feiern Weihnachten besinnlich, weil es keinen Machtkampf in der Union gibt. Das ist eine wunderbare Erfahrung", sagte er der "Berliner Morgenpost". Merkel hatte in der "Bild am Sonntag" die ihr zugeschriebene Aussage über die Kanzlerkandidatur "Ich weiß, dass Edmund Stoiber es werden will. Aber ich will es auch" ausdrücklich nicht dementiert. Auch Stoiber hat inzwischen mehrere CDU-Ministerpräsidenten wissen lassen, dass er zur Kandidatur bereit sei, wenn sie ihm von der CDU-Spitze angetragen würde.

Offiziell haben sich Merkel und Stoiber darauf geeinigt, Anfang des Jahres den Parteigremien einen gemeinsamen Vorschlag zur Kanzlerkandidatur zu unterbreiten. Die CDU-Chefin wollte sich nicht auf einen Zeitpunkt festlegen, an dem entschieden wird. Sie wollte nicht bestätigen, dass auf der gemeinsamen Sitzung der Präsidien von CDU und CSU vom 8. bis 9. März in Magdeburg der Kanzlerkandidat schon feststehen wird.

Nach Aussage Merkels will die CDU im Wahljahr 2002 die Auseinandersetzung mit der Regierung vor allem bei den Themen Arbeitsplätze, innere und äußere Sicherheit sowie nationales Selbstverständnis der Deutschen suchen. Auch nach dem 11. September werde die CDU vor allem die Frage der Arbeitsplätze in den Mittelpunkt rücken. "Immer mehr Menschen machen sich Sorgen, die ernst genommen werden müssen", sagte Merkel.

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