Politik : …der Kanzler ums Öl kämpft

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Bundeskanzler Schröder auf Besuch in Libyen – eine historische Chance! Freitagmorgen ist das Treffen mit Staatschef Gaddafi an einer Ölbohrstelle in der Wüste vorgesehen. Wir sind exklusiv für Sie dabei.

Gaddafi: „Sehen Sie, erhabener Herr Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, ich muss nur auf diesen Knopf hier drücken (drückt auf den Knopf, eine Sirene heult los), und schon sprudelt da drüben dieses herrliche schwarze Zeug raus!“ (Öl sprudelt.)

Schröder: „Herr, äh, Revolutionsführer der Großartigen Sozialistischen Libyschen Arabischen VolksDschmaharija, ich will nicht bestreiten, dass unsdas Öl…Ach, könnten die beiden Soldatinnen da mal die Maschinenpistolen nach unten richten?“

Gaddafi: „Die schießen nur auf meinen persönlichen Befehl. Kanzler Gerd: Sag Muammar zu mir. (Bietet einen Zug aus der Wasserpfeife an.) Auf die unverbrüchliche libysch-deutsche Freundschaft!“

Schröder (hustet): „Muammar, um, äh, auf das Öl zurückzukommen…“

Gaddafi: „Reden wir über Fußball! Saadi, mein Sohn, dieser pfeilschnelle Abkomme einer rehäugigen Gazelle, die mit dem Wüstenwind nach Norden gezogen ist, Saadi hat einen Traum. Perugia ist ihm zu klein, er würde so gern bei den mächtigen Bayern in München den Sturm anführen.“

Schröder (hustet erneut): „Ah, Muammar, also, da bin ich als Kanzler, ich meine, haben seine Leibwächter nicht damals auf Fußballfans geschossen? Und der Uli Hoeneß ist ziemlich stur.“

Gaddafi: „Dieser eselsohrige Sohn eines stinkenden Ziegenbocks! Also, ich meine, der hochverehrte Manager kriegt eine eigene Ölleitung in den Garten, ein handsigniertes Exemplar von meinem Grünen Buch und ein Zwölfzylinder-Coupe ,Große arabische Revolution’. Verdammt!“

Schröder: „Wollen wir nicht lieber einen schönen Staatsbesuch in Berlin zur WM 2006 verabreden, mit Eskorte und vollem Kulturprogramm?“

Gaddafi: „Kultur? Hm. 2006, 2006, da müsste die Oper über mein Leben fertig sein. Die Berliner Philharmoniker, ein wunderbares Orchester!“

Schröder: „Sie, äh, Muammar, du meinst eine, äh, Uraufführung?“

Gaddafi: „Tä-tä-tä-täää! Täräm, täräm! Ich könnte es Angela widmen, der rosenfingrigen Mutter der christlich demokratischen Morgenröte.“

Schröder (hustet): „Wie wäre es statt dessen mit der deutschen Unterstützung für die WM 2010 in Libyen?“

Gaddafi: „Habe ich längst gekauft. Kanzler Gerd, ich fürchte, wir kommen nicht ins Geschäft.“ (Drückt wieder auf den Ölknopf.)

Schröder: „Können die beiden Soldatinnen bitte mal die Waffen nach unten richten?“ bm

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