Politik : Der Koalitionsvertrag peilt das Jahr 2035 an

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Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist vorgesehen, das Rentenalter auf 67 Jahre zu erhöhen. Diese Verlängerung der Lebensarbeitszeit sollte von 2012 an schrittweise bis spätestens 2035 eingeführt werden. Derzeit müssen die Bürger bis zum Alter von 65 Jahren arbeiten, um die volle Rentenzahlung zu bekommen. Wer vor Erreichen des Renteneintrittsalters in den Ruhestand geht, muss mit

Abschlägen rechnen.

Sollte die Anhebung schon bis 2023 abgeschlossen sein, müssten Arbeitnehmer, die heute 48 Jahre alt sind, bereits bis zum 67. Geburtstag arbeiten. Von der Regelung im Koalitionsvertrag wären die 36-Jährigen die ersten Betroffenen gewesen. Derzeit sind die Beschäftigungschancen für Ältere allerdings schlecht. Nur noch etwa ein Drittel der 60-Jährigen ist derzeit noch erwerbstätig. Die Betriebe bevorzugen junge Beschäftigte.

Hintergrund für die Anhebung des Rentenalters ist vor allem die steigende

Lebenserwartung der Menschen in Deutschland, die zu Finanzproblemen in der Rentenkasse führt. Allerdings ist auch die hohe

Arbeitslosigkeit ein wesentlicher Grund für die Ebbe in der Kasse, weil weniger Beiträge bezahlt werden können. Die Regierung will eine Erhöhung der Zuschüsse aus dem Haushalt an die Rentenkasse vermeiden. dpa/Tsp

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