Politik : Der oberste Soldat

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Der Militärausschuss (Military Comittee) ist die höchste militärische Instanz der Nato. Er besteht aus den Generalstabschefs aller Bündnispartner. Nur Island wird von einem Zivilisten vertreten, weil es keine Armee hat. Der Ausschuss berät die drei höchsten politischen Gremien der Nato in allen Militärfragen: den Nato-Rat, in dem die Botschafter der 19 Mitgliedsstaaten sitzen, den Ausschuss für Verteidigungsplanung und, wenn es um Atomfragen geht, die Nukleare Planungsgruppe. Der Militärausschuss erarbeitet Verteidigungskonzepte für das Bündnisgebiet, macht Vorschläge zur aktuellen Nato-Strategie und prüft im Kriegsfall mögliche Reaktionen der Nato.

Der Vorsitzende wird vom Ausschuss selbst für drei Jahre ins Amt gewählt. Er nimmt als Berater an den Sitzungen des Nato-Rats teil und hat maßgeblich Einfluss auf die Strategie und damit auf die Politik des Bündnisses. Nach außen vertritt er als höchster Repräsentant das Militär gegenüber Bündnispartnern und Beitrittskandidaten. Er ist der offizielle Sprecher des militärischen Arms der Nato.

Bisher gab es vier deutsche Generäle auf dem Spitzenposten: Adolf Heusinger (1961 bis 1964), Johannes Steinhoff (1971 bis 1974), Wolfgang Altenburg (1986 bis 1989) und Klaus Naumann (1996 bis 1999). Im selben Zeitraum saßen nur zwei Vertreter der USA dem Ausschuss vor.

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