Politik : Der Preis und seine Richter

-

Nicht jeder darf einen Menschen für den Friedensnobelpreis vorschlagen, der ihm geeignet scheint. Das Vorschlagsrecht haben Regierungsmitglieder, Abgeordnete und Angehörige internationaler Gerichte. Aber auch Professoren für Geschichte, Sozialwissenschaften, Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaft dürfen beim NobelpreisKomitee in Oslo eine Nominierung einreichen. Ebenso haben frühere Preisträger und die aktiven und ehemaligen Mitglieder des Komitees das Recht, Kandidaten vorzuschlagen.

Aus allen Nominierungen muss dann das Nobelpreis-Komitee eine Auswahl treffen. Dem unabhängigen Gremium gehören fünf Personen an, die vom Storting, dem norwegischen Parlament, ernannt werden. Sie dürfen dem Parlament selbst allerdings nicht angehören.

Unterstützung erhält der Ausschuss von Beratern, die Berichte über einzelne Kandidaten erarbeiten. Anders als bei den übrigen Nobelpreisen, die in Stockholm vom König verliehen werden, überreicht in Oslo der Vorsitzende des Nobelpreis-Komitees selbst die Auszeichnung. Der Preis wird jedes Jahr am 10. Dezember verliehen, dem Todestag von Alfred Nobel. Kofi Annan und die UN wurden vor zwei Jahren ausgezeichnet, Ex-US-Präsident Jimmy Carter im vorigen Jahr. vs

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben