Politik : Der Tagesspiegel

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Ein Toter in Moskau

Bei den schweren Unruhen in Moskau nach der 0:1-Niederlage der russischen Nationalelf gegen Japan ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Am Sonntag war ein 20-Jähriger bei einem Handgemenge in der Innenstadt erstochen worden. Erste Berichte der Moskauer Polizei über einen Beamten, der am Montag an den Folgen seiner Verletzungen gestorben sei, wurden vom Innenministerium wieder dementiert. Die Zahl der Schwerverletzten wurde mit 71 angegeben, unter ihnen 16 Polizisten. Tausende Fans, die das Spiel am Sonntag auf einer Leinwand am Kreml verfolgt hatten, hatten randaliert. Jugendliche steckten Fahrzeuge in Brand und verwüsteten ein japanisches Restaurant.

Krawalle auch in China

In China hat die Absage einer Fernseh- Übertragung vom entscheidenden Vorrundenspiel gegen Brasilien (0:4) am Samstag zu Ausschreitungen geführt. Ein Polizeisprecher bestätigte Krawalle von mehreren tausend Fans in der südöstlichen Stadt Fuzhou. Auslöser war die Abschaltung der Vorberichterstattung auf einer Leinwand, mit der die Behörden versuchen wollten, die unerwartet große Menschenmenge wieder aufzulösen. Verärgerte Fans kippten Polizeifahrzeuge um und demolierten Busse, Telefonzellen und Verkehrsampeln. Erst nach zwei Stunden konnte die Polizei mit einigen Hundertschaften die Krawalle beenden. Tsp

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