Der UN-Sicherheitsrat : Fünf mächtige - und zehn weitere Staaten

Ende Dezember scheidet Deutschland nach zwei Jahren aus dem UN-Sicherheitsrat aus. Als nichtständiges Mitglied war der Einfluss begrenzt.

Tsp

Als im Oktober 2010 die neuen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates gewählt wurden, bekam Deutschland auf Anhieb die nötige Mehrheit, wenn sie auch knapp ausfiel. Neben den fünf ständigen Mitgliedern USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich, die große Macht haben und von denen jeder per Veto alles verhindern kann, gehören dem Gremium zehn nichtständige an. Mit Deutschland scheiden zum Jahresende Indien, Kolumbien, Portugal und Südafrika aus. Ende nächsten Jahres verlassen dann Aserbaidschan, Guatemala, Marokko, Pakistan und Togo das Gremium. Deutschland, das seit Jahrzehnten einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat anstrebt, ist mit knapp neun Prozent drittgrößter Beitragszahler der Vereinten Nationen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) beklagte vor wenigen Tagen, dass der Sicherheitsrat in seiner heutigen Zusammensetzung „nicht mehr der Welt des 21. Jahrhunderts“ entspreche. Mit dem Ausscheiden aus dem Rat werde Deutschland „in den Vereinten Nationen wieder an Einfluss verlieren“. Tsp

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