Politik : Der Weg in Richtung Konfliktregelung ist illusions-, aber nicht hoffnunglslos (Kommentar)

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Der sich andeutende erfolgreiche Abschluss der israelisch-palästinensischen Verhandlungen über die Umsetzung des Wye-Abkommens zeigt, wie illusions- aber derzeit keineswegs hoffnungslos sich beide Seiten auf dem mühsamen Weg in Richtung Konfliktregelung bewegen. Die für nächste Woche zu erwartende Übereinkunft ist zwar eher ein Abkommen fünfter Klasse. Aber im Gegensatz zu den unter Netanjahu getroffenen, sind diesmal beide Seiten fest entschlossen, sich auch daran zu halten. Daher die Hoffnung beider Seiten auf bessere Zeiten und letztlich auf ein relativ schnelles Grundsatz- oder gar Friedensabkommen. Andererseits lehrt die Erfahrung, dass auch die bevorstehenden Endstatusverhandlungen äußerst mühsam sein werden. Zwei Gefahrenherde sind im Zusammenhang mit den Endstatusverhandlungen jetzt schon zu erkennen: Israels Ministerpräsident Ehud Barak legt seit seinem Amtsantritt ein atemberaubendes Tempo vor und könnte damit seine Landsleute ebenso sehr überfordern, wie dies auch schon seine Vorgänger Rabin und Peres taten. Auf palästinensischer Seite wiederum versuchen die radikalen Islamisten mit Terrorakten die Verhandlungen und damit den Frieden zu torpedieren.

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