Politik : Designierter CIA-Chef will Lehren aus Fehlinformationen über Irak ziehen

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Washington - Der designierte Direktor der CIA, Michael Hayden, will Konsequenzen aus den fehlerhaften Geheimdienstanalysen im Vorfeld des Irakkrieges ziehen. Der Luftwaffengeneral und frühere Chef des Abhördienstes NSA sagte am Donnerstag in seiner Anhörung im US-Senat in Washington, die „korrekte Analyse“ der Geheimdienstdaten habe für ihn Priorität.

Der Auslandsgeheimdienst ist unter anderem deshalb in den vergangenen Jahren in Verruf geraten, weil er im Vorfeld des Irakkrieges Berichte über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen geliefert hatte, die später nie gefunden wurden. Der bisherige CIA-Chef Porter Goss, der mit seinen Bemühungen zur Reform des Dienstes auf internen Widerstand gestoßen war, erklärte Anfang des Monats nach nur anderthalb Jahren im Amt seinen Rücktritt. Der von Präsident George W. Bush für die Nachfolge vorgeschlagene Hayden braucht für seinen neuen Posten die Zustimmung des Senats. AFP

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