Politik : Detlev Karsten Rohwedder: Schwieriges Erbe

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Die Treuhandanstalt übernahm von der DDR ein schwieriges Erbe. Sie sollte DDR-Unternehmen privatisieren und deren Wettbewerbsfähigkeit sichern. Nicht sanierungsfähige Betriebe mussten laut Treuhandgesetz, das die Volkskammer am 17. Juni 1990 verabschiedete, stillgelegt werden. Treuhand-Chef Rohwedder schätzte 1990 den Gesamtwert des Vermögens auf 600 Milliarden Mark. Viele Unternehmen waren jedoch nicht konkurrenzfähig und damit nahezu wertlos. Die Treuhand und ihre neue Chefin Birgit Breuel gerieten in die Kritik, von "Ausverkauf" und "Abwicklung" war die Rede. Bis zu ihrer Auflösung Ende 1994 hatte die Treuhand etwa die Hälfte der von ihr verwalteten 12 300 Firmen privatisiert, mehr als ein Viertel der Unternehmen wurde aufgelöst. Von den über vier Millionen Menschen, die 1990 in Treuhand-Unternehmen beschäftigt waren, verloren mehr als 2,9 Millionen ihren Arbeitsplatz.

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