Politik : Deutsche Bank mitschuldig an Kirch-Pleite

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Berlin/Karlsruhe - Die Deutsche Bank und ihr ehemaliger Vorstandschef Rolf E. Breuer tragen Mitschuld am Zusammenbruch des Medienkonzerns des Unternehmers Leo Kirch – und müssen teilweise für entstandene Schäden haften. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Breuer habe mit einem Interview im Jahr 2002, in dem er sich über die Kreditwürdigkeit Kirchs kritisch geäußert hatte, vertragliche Pflichten verletzt und „wahrscheinlich einen Vermögensschaden verursacht“. Breuer hafte auch persönlich. „Dr. Kirch muss sich allerdings von der Vorstellung verabschieden, mit Hilfe einer Klage den Zusammenbruch seines Konzerns rückgängig zu machen“, sagte der Vorsitzende des BGH-Bankensenats, Gerd Nobbe. Er wies darauf hin, dass die Bank nur für mögliche Schäden bei einer Tochterfirma hafte, nicht für die Insolvenz der gesamten Mediengruppe. Er riet den Anwälten beider Seiten, sich außergerichtlich zu einigen. mot

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